Bär-lauch

Kräuter haben verschiedene Einsatzmöglichkeiten und werden für die Gesundheit oder auch als Lebensmittel/ Gewürz verwendet. Bärlauch ist ein lilienähnliches Zwiebelgewächs und ist auf der Nordhalbkugel ansässig. Er wächst wie Kerbel und Waldmeister am besten in einer schattigen Gegend, wie in einem Wald. So kann es sein, dass er schön wuchert, wenn Ihr in richtig einpflanzt. 🙂 Die Wachstumszeit ist zwischen Mitte Februar bis Ende Mai und wird am besten vor der Blütezeit, zwischen April und Mai geerntet.

 Wenn Ihr selber in den Wald stiefeln wollt, dann muss die Ähnlichkeit zu den giftigen Maiglöckchen und dem Herbstzeitlosen beim Ernten beachtet werden. Ist euch das zu riskant, dann findet ihr Bärlauch auch zur angegebenen Jahreszeit auf Wochenmärkten in der Stadt oder auf dem Land.

 Bis in das 16. Jahrhundert wurde der Bärlauch als Volksmedizin verwendet. Schon die Römer in der Antike und die Kelten nannten den Bärlauch auch Gesundheitskraut (Herba salutaris) und waren von den essenziellen ätherischen Ölen überzeugt. Früher hieß es auch, dass der Bärlauch Bären aus dem Winterschlaf geholt hat und durch den Verzehr der Stoffwechsel wieder angetrieben wurde. Somit kann man einen Schluss auf die Namengebung ziehen.

 Hilfreich ist das Kraut, durch den hohen Kaliumgehalt, im Einsatz bei Bluthochdruck. Er wirkt antibakteriell und kann somit als natürliches Antibiotikum verwendet werden. Unterstützend kann Bärlauch auch bei Herz-Kreislauferkrankungen oder Beschwerden im Magen-Darm Bereich verwendet werden.

 Bärlauch hat nicht nur heilende Wirkungen, sondern schmeckt zudem auch köstlich. Wie der Geruch schon verrät, gibt es Ähnlichkeiten zum herkömmlichen Knoblauchgeschmack. Er kann in verschiedenen Gebieten eingesetzt werden und harmoniert mit zahlreichen Lebensmitteln. Gerade bei Geflügel- oder Fischgerichten kann Bärlauch wie auch bei Lammgerichten frisch eingearbeitet werden. Generell passt er gut in Salate und zu unterschiedlichen Gemüsesorten wie Champignons, Kartoffeln, Tomaten und Spinat. Persönlich verwende ich Bärlauch am liebsten als Dip oder Pesto ein. Als Dip eignet sich eine Grundmasse wie Butter, Frischkäse, Quark oder auch Saure Sahne.

 Damit ihr etwas zum ausprobieren habt, findet Ihr unter den Bildern ein schönes und schnelles Rezept für einen Dip. Dazu ein paar Blätterteigstangen oder Gemüsesticks und der nächste Filmabend ist gesichert.

Rezept:

 250g Frischkäse (je fetter desto besser)

50g Bärlauch

2 EL Sahne

etwas Paprikapulver und Salz zum Abschmecken

Frischkäse und die Sahne so verrühren, dass eine Creme entsteht. Den zuvor klein gehackten Bärlauch untermengen und mit Salz und Paprikapulver abschmecken.

 Das Grundrezept kann beliebig mit einer halben gewürfelten roten Paprika, Tomaten oder auch Radieschen verfeinert werden.

 Serviert kann der Dip mit Crackern, Salzstangen, Blätterteigstangen oder auch Gemüsesticks.

 Viel Spaß beim Probieren!

Eure Steffy

Quellen:

Pure Lust auf Kräter – Dorothee Waechter

(2007, Verlag Georg D.W. Calley GmbH & Co.KG.)

Welt der Kräuter & Gewürze- Alfons Schuhbeck

(2015, ZS Verlag )

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.